ABO+2019-08-16 11:12

«Für die SCL Tigers wird es nicht einfach»

Langnau

Als Martin Lenz vor zehn Jahren in den Verwaltungsrat der SCL Tigers kam, stand der Verein vor dem Konkurs. Jetzt macht er Platz für Nachfolger, die bessere Chancen haben, neue Sponsoren zu finden.

Martin Lenz verlässt den Verwaltungsrat der SCL Tigers. Er half, den Verein auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen.  

Martin Lenz verlässt den Verwaltungsrat der SCL Tigers. Er half, den Verein auf wirtschaftlich gesunde Beine zu stellen.  

(Bild: Nicole Philipp)

  • Susanne Graf

Herr Lenz, was ist besser: Fussball oder Eishockey?

Martin Lenz: Ich habe mein Leben lang Fussball gespielt und probiere es immer noch. Aber zumindest in der Schweiz ist Eishockey attraktiver zum Zuschauen.

Liessen Sie als ehemaliger Präsident des FC Langnau sich deshalb vor zehn Jahren in den Verwaltungsrat der SCL Tigers wählen?

Nein, das ergab sich aus der Krisensituation 2009, als ich zusammen mit anderen ins kalte Wasser geworfen wurde.

Wie sah die Situation damals aus?

Die SCL Tigers kämpften finanziell ums Überleben, und Hans Grunder als Präsident war nicht mehr bereit, Zeit und Geld zu investieren. Das war ja eigentlich verrückt: Selber hatte er wahrscheinlich Millionen in den Club investiert und wurde dann quasi mit Schimpf und Schande aus dem Tal vertrieben.